{"title":"Maarten Baas","description":"\u003ch2\u003eMaarten Baas: Designer zwischen Kunst und Experiment\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eMaarten Baas wurde 1978 in Den Haag geboren und zählt zu den bekanntesten niederländischen Designern seiner Generation. 2002 schloss er sein Studium an der Design Academy Eindhoven ab. Heute arbeitet er in seinem Studio im niederländischen ’s-Hertogenbosch.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eSeine Arbeiten bewegen sich bewusst an der Grenze zwischen Design und Kunst. Handwerk, Konzeptkunst, Performance und überraschende Materialien treffen dabei aufeinander. Statt nach Perfektion zu streben, hinterfragt Baas etablierte Vorstellungen davon, wie Möbel und Designobjekte aussehen und entstehen sollten.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eDer internationale Durchbruch mit Smoke\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eBereits mit seiner Abschlussarbeit an der Design Academy Eindhoven sorgte Maarten Baas international für Aufmerksamkeit. Für seine 2002 entstandene Serie „Smoke“ setzte er Möbelstücke gezielt Feuer aus. Das Holz verkohlt und erhält dadurch eine völlig neue Oberfläche. Anschließend werden die Stücke mit transparentem Epoxidharz konserviert und wieder nutzbar gemacht.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMit Smoke hinterfragte Baas klassische Vorstellungen von Schönheit und Perfektion. Statt Möbel vor Alterung und Veränderung zu schützen, machte er genau diesen Prozess zum Teil des Designs. Kurz nach seinem Abschluss nahm Moooi ausgewählte Entwürfe der Smoke Serie in die Kollektion auf.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eSmoke, Clay und Real Time\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eNeben Smoke gehört die Serie „Clay“ zu den bekanntesten Arbeiten von Maarten Baas. Die Möbel entstehen aus einem synthetischen Ton, der von Hand um ein Metallgerüst modelliert wird. Kleine Unregelmäßigkeiten und sichtbare Spuren des Herstellungsprozesses sind dabei ausdrücklich erwünscht. Jedes Möbel erhält so einen individuellen, beinahe skulpturalen Ausdruck.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eEinen ganz anderen Blick auf Design eröffnet Baas mit seiner Serie „Real Time“. Seit 2009 entwickelt er Uhren, bei denen Menschen die Zeit in zwölfstündigen Filmaufnahmen kontinuierlich darstellen. In der bekannten „Sweepers Clock“ bewegen zwei Personen beispielsweise große Linien aus Abfall über den Boden und formen daraus Stunden- und Minutenzeiger.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eDie berühmte Uhr am Flughafen Schiphol\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eBesonders bekannt wurde auch die 2016 für den Amsterdamer Flughafen Schiphol entworfene Real Time Clock. Auf den ersten Blick wirkt es, als befände sich tatsächlich ein Mann in der riesigen Uhr, der die Zeiger Minute für Minute von Hand auf die Innenseite des Zifferblatts malt und anschließend wieder entfernt.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDas Werk verbindet Funktion, Film und Performance und zeigt exemplarisch, wie Maarten Baas alltägliche Gegenstände in überraschende Erlebnisse verwandelt. Die Uhr zeigt nicht einfach nur die Zeit, sondern macht ihr Vergehen unmittelbar sichtbar.\u003c\/p\u003e\n\u003ch2\u003eMaarten Baas: Design darf überraschen\u003c\/h2\u003e\n\u003cp\u003eMaarten Baas versteht Design nicht ausschließlich als industrielle Gestaltung funktionaler Produkte. Seine Entwürfe dürfen unregelmäßig, handgemacht und experimentell erscheinen und stellen bewusst Fragen nach Schönheit, Vergänglichkeit und Perfektion.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eDiese Haltung machte Baas international bekannt. 2009 wurde er bei Design Miami\/Basel zum „Designer of the Year“ ernannt. Seine Arbeiten befinden sich heute in bedeutenden Museumssammlungen, darunter im Museum of Modern Art in New York, im Rijksmuseum und Stedelijk Museum in Amsterdam sowie im Victoria and Albert Museum in London.\u003c\/p\u003e\n\u003cp\u003eMit seinem spielerischen und zugleich konzeptionellen Ansatz hat Maarten Baas eine unverwechselbare Position im zeitgenössischen Design geschaffen. Seine Möbel und Installationen zeigen, dass Funktion und Experiment keine Gegensätze sein müssen.\u003c\/p\u003e","products":[],"url":"https:\/\/at.connox-production.com\/collections\/maarten-baas.oembed","provider":"Connox","version":"1.0","type":"link"}